Pressemitteilung 01/2011, 4. Januar 2011

Grüne sehen Verkehrserschließung für Ikea kritisch

Mit Beschluss des Stadtrates, Variante 7 des Verkehrsgutachtens zur Erschließung des neuen Gewerbegebietes Hüngert weiter zu verfolgen, ohne vorher die langfristigen Ziele und Kapazitäten definiert zu haben, ist aus Sicht der Grünen kritisch. Die Grünen haben einen umfangreichen Fragenkatalog eingereicht, der nicht abschließend diskutiert worden ist.

Christian Gaumitz, Fraktionsvorsitzender der Grünen erklärt dazu:

„Wir müssen als Stadtrat klar sagen, was machbar ist und welche Verkehre und weiteren Auswirkungen die Ikea-Ansiedlung hat. So stellt der Gutachter klar, dass langfristig für die jetzt vorhandenen Gewerbegebiete Holzbüttgen-Ost und Hüngert I ein so genannter „trading-down“-Effekt zu erwarten sei, d.h. es wird vermehrt Leerstände geben und die Gesamtqualität des Gebietes wird stark sinken. Ein Aspekt, der aus Sicht der Stadtentwicklung bisher nur unzureichend berücksichtigt wurde.

Grundsätzlich unterstellt der Gutachter bei all seinen Berechnungen, dass das Gewerbegebiet bis zum Jahr 2025 nicht vollständig entwickelt ist, nur so sei der Verkehr überhaupt handhabbar, allein das zeigt schon, dass durch das Verkehrsgutachten enge Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung gesetzt wurden, die auch bei einer Wirtschaftlichkeitsberechnung berücksichtigt werden müssen.

Es muss einerseits dringend ein Szenario ohne die Ansiedlung von Ikea entwickelt und wirtschaftlich gerechnet und andererseits alle Belastungen transparent gemacht werden. Es entsteht immer mehr der Eindruck, dass zugunsten des ambitionierten Zeitplans eines Unternehmens die Qualität hinten angestellt wird.“


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