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28. Jan. 2009

Mit Visionen in den Wahlkampf: Grüne verabschieden ihr Programm zur Kommunalwahl

Nachhaltig, ökologisch, sozial, das sind nur einige Grundsätze aus dem Kommunalwahlprogramm der Kaarster Grünen.

Die Entwicklung der Kaarster Stadtmitte stellt im Wahlprogramm für die nächste Legislaturperiode einen Schwerpunkt dar. Wichtig ist den Grünen dabei, alle betreffenden Aspekte der Stadtentwicklung zu berücksichtigen und Bildung, Kultur, Sport und Einzelhandel gleichermaßen zu berücksichtigen, nicht nur Einzelprojekte zu betrachten. Insofern fordern die Grünen den Neubau der Grundschule Stakerseite am gleichen Standort in zentraler Lage, ebenso den Neubau einer Zweifachturnhalle neben einer Multifunktionshalle anstelle der bisherigen Dreifachturnhalle. „Dies erscheint uns aus Gründen der Nachhaltigkeit, z.B. der Energiekosten und der Sicherung einer attraktiven Stadtmitte, in der das Leben verschiedene Bereiche verknüpft, für notwendig“, so Vorstandssprecher Wilbert Schröder.

In ihrem Wahlprogramm stehen neben der nachhaltigen Stadtentwicklung und den Kernbereichen Umwelt, Energie und Klimaschutz vor allem die Bildungspolitik auf dem Programm der Grünen. Auch der viel zitierte demografische Wandel muss nach Ansicht der Grünen sowohl bei der Stadtplanung als auch in der Sozialpolitik und anderen Bereich Berücksichtigung finden. Im Zuge abnehmender Schülerzahlen haben sich die Grünen hier zu einem Wandel der Schullandschaft bereits positioniert und sehen, dass Schulstandorte geschlossen werden müssen. Eine attraktive Jugendpolitik, mehr Mitbestimmung für junge Menschen im Sinne eines Jugendparlaments, die zügige Einrichtung eines Jugendzentrums in der Vorster Ortsmitte, eine gezielte Familienförderung aber auch die Berücksichtigung von Belangen älterer Menschen hat für die Grünen Priorität. So gilt es, für ältere Menschen geeigneten Wohnraum anzubieten, innovative Wohnprojekte zu fördern und Senioren mittels eines eigenen Beauftragten eine Stimme zu geben. Auch muss im Zuge eines Wandels der Altersstruktur über die nächsten Jahre geprüft werden, wie man Wohnraum anderweitig nutzen kann, Gebäude also multifunktional nutzen.

Beim Klimaschutz und dem Bereich Energie soll Kaarst eine Vorreiterrolle einnehmen. Nach Ansicht der Grünen soll Kaarst eine Solar-Vorzeigestadt werden und mit Förderprogrammen und Initiativprojekten Vorbild für die Bürgerinnen und Bürger darstellen.

Vielerlei Aspekte prägen nach Ansicht der Grünen die Stadtentwicklung in den nächsten Jahren – neben demographischen Veränderungen und sozialen Fragen ebenso globale Einflüsse wie Klimawandel und Energiekrise, die sich in einer nachhaltig geplanten Planung auf Grundlage eines Stadtentwicklungskonzeptes widerspiegeln müssen. „Kaarst wird nicht weiter wachsen und muss ich den zukünftigen Herausforderungen einer sich ändernden Gesellschaft und Umwelt stellen. In der nächsten Legislaturperiode werden äußerst wichtige Weichen für die Kaarster Zukunft gestellt werden, die mitunter unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen. Aber diese Weichenstellung bietet uns allen eine Chance“, so der Grüne Bürgermeisterkandidat Robert Begerau.

Das Wahlprogramm zur Kommunalwahl (Langfassung, pdf, 276 KB)