Ergebnis Kommunalwahl 2009:

DANKE.

403 Stimmen mehr als 2004.

Jetzt sind wir mit 6 Ratssitzen
(vorher 5) vertreten.
Die CDU hat absolute Mehrheit verloren.

Das Ergebnis im Detail:

Stadtrat Kaarst

2009 2004
Stimmen Prozent Sitze Stimmen Prozent Sitze Stimmen Prozent
CDU 9.538 47,32 22 10.157 49,3 22 -619 -1,98
SPD 2.815 13,97 6 3.993 19,38 8 -1.178 -5,41
GRÜNE 2.560 12,7 6 2.157 10,47 5 +403 +2,23
FDP 1.986 9,85 5 1.763 8,56 4 +223 +1,29
UWG 1.465 7,27 3 1.804 8,76 4 -339 -1,49
Zentrum 1.049 5,2 2 - - -
Die Linke 391 1,94 1 - - -
Familie 353 1,75 1 - - -
OffensiveD - - - 728 3,53 1
ungültige Stimmen 284 186 +98

Wahlbeteiligung: 59,52 % (Vergleich: 61,27 %)

Link zu m Rechenzentrum und den einzelnen Ergebnissen der Wahlkreise.


Bürgermeisterwahl

Stimmen Prozent
Franz-Josef Moormann (CDU) 12.156 60,07
Anneli Palmen (SPD) 2.733 13,51
Robert Begerau (GRÜNE) 1.862 9,20
Norbert Drüeke (UWG Kaarst) 1.248 6,17
Hanno Wilsch (FDP) 1.074 5,31
Josef Peter Karies (ZENTRUM) 1.163 5,75


Die Kommunalwahl stellt für einen Stadtverband naturgemäß einen Höhepunkt in der politischen Arbeit dar, geht es doch darum, über (mehr) Einfluss in politischen Gremien (mehr) Forderungen und Ziele umzusetzen und ist es gewissermaßen auch ein Resultat für die bisherige Arbeit.

So war es auch für uns ein Anliegen, das gute Ergebnis der Kommunalwahl von 2004 (10,5 %, vgl. 1999: 5,01%!) weiter auszubauen, um noch mehr Grüne Ziele durchzusetzen, was in der Vergangenheit oft an einer CDU-Übermacht scheiterte. Insofern wurde die Idee des Projekts „G51“ geboren, um natürlich zum einen für unsere Inhalte, aber auch für das strategische Wahlziel zu werben, die absolute Mehrheit zu knacken und damit mehr bewegen zu können.

Diese beiden Wahlziele wurden erreicht, beinahe noch unser drittes, nämlich zweitstärkste Fraktion im neuen Stadtrat zu werden. Nur wenige hundert Stimmen trennten uns davon, ist die SPD auf einen historischen Tiefstand abgestürzt – weil ihr ein klares Profil fehlt in Kaarst?

Ein schönes Ergebnis für unseren Bürgermeisterkandidaten Robert Begerau: In seinem Wahlkreis Linning/Alt Vorst erhielt er 20,8% der Stimmen.

Der Wahlkampf war geprägt von Selbstsicherheit bei einigen Parteien. Die CDU wähnte sich in ihrer Rolle als Mehrheitspartei und überflutete Kaarst mit Großflächenplakaten der Firma Treger, großformatigen Zeitungsanzeigen und Internetwerbung.

Der Büttgener CDU-Ortsverbandsvorsitzende Franjo „König von Holzbüttgen“ Rademacher setze sich in Szene, moderierte werbewirksam Veranstaltungen, stopfte kurz vorm Holzbüttgener Schützenfest Teerlöcher und nutzte jede Gelegenheit, um sich in Szene zu setzen. Während er uns Grünen fehlende Inhalte bei der Kampagne vorwarf, warb die CDU mit dem Spruch „Leidenschaft für Kaarst“ – wo sind da die Inhalte?

Die Kaarster FDP, verwöhnt vom erstaunlichen Europawahlergebnis, wähnte sich im guten Bundestrend, halbierte dieses Ergebnis nun aber kommunal und wurde auf Platz vier verbannt. In ihrer Kampagne warb sie mit wenig aussagekräftigen Allgemeinplätzen („Stark vor Ort.“) und einem omnipräsenten Bürgermeisterkandidaten Hanno Wilsch, der das schlechteste Ergebnis der Kanndidaten einfuhr.

Deutlich schwächer schnitt die UWG ab, die durch das Thema Grundwasser noch etwas Rückenwind bekam. Mittlerweile Fraktionsstatus hat das rechtskonservative Zentrum erlangt. Als Protestpartei erreichte sie in der Hochburg Holzbüttgen teilweise über 20% der Stimmen.

Ein wesentliches

Ergebnis nach der Kommunalwahl ist, dass eine Zersplitterung der Parteienlandschaft stattgefunden hat. Die CDU hat nur mäßig verloren, kann also auf einen relativen konstanten Wählerstamm bauen. Abseits davon („links der CDU“) kommt es jedoch zu immer mehr Wählerwanderungen: Die SPD verliert dramatisch, wovon sicherlich auch die Grünen profitiert haben, aber ebenso die UWG, die FDP und die neu im Rat vertretenen Parteien DIE LINKE und die FAMILIENPARTEI, die nunmehr mit Einzelratsmitgliedern ohne Fraktionsstatus vertreten sind. Hier gibt es thematische Überschneidungen und bleibt abzuwarten, wie bei fehlender CDU-Mehrheit Sachfragen wie in der Bildungspolitik behandelt werden und ob die FDP hier als Mehrheitsbeschaffer dient.

Insgesamt können wir als Grüne sicherlich zufrieden sein mit dem Ausgang der Wahl. Wir stehen in der Pflicht, unsere fundierte, konstante Sacharbeit fortzusetzen und für uns wichtige Themenfelder wie die Schulpolitik (Stakerseite!), Stadtentwicklung oder Klimaschutz mit diesen geänderten Mehrheiten umzusetzen.

Die Arbeit im neuen Stadtrat wird sicherlich nicht einfacher, die Koordination in dieser Zusammensetzung des Rates schwieriger werden, sie bietet allerdings auch die Chance, mehr zu bewegen.

Mark Michael


Wir möchten allen HelferInnen danken, die uns im Wahlkampf aktiv unterstützt und dieses Ergebnis mit ermöglicht haben.

Anfang Herbst 2008 begannen die Planungen, im Juni 2009 startete der Wahlkampf und Anfang August 2009 die heiße Wahlkampfphase, in der uns viele helfende Hände unterstützten – beim Verteilen von Flyern und Programmen, an Marktständen, beim Plakatieren und Kleistern und bei Veranstaltungen im Wahlkampf.

Im Wahlkampf haben wir rund 12.000 Wahlprogramme und 5.000 Sonnenblumen verteilt, dazu zahlreiche Flyer und Wahlkreisbriefe, all das in Eigenarbeit, zu Fuß bzw. per Hand.

Ein besonderer Dank geht an die Grünen Alten, die eine wichtige Hilfe im Wahlkampf waren und uns tatkräftig unterstützt haben !

Vorstand und Wahlkampfteam

der Kaarster Grünen