Pressemitteilung, 10. März 2011

Grüne und UWG: Erdkabel statt Überlandleitungen für Kaarst gefordert

Bereits im Mai 2009 befassten sich die zuständigen Fachausschüsse der Stadt Kaarst auf Antrag mit der Verlegung der geplanten 380-kV-Leitung im Kaarster Osten als Erdkabel. Seit einiger Zeit setzt sich nun auch eine Bürgerinitiative („Pro Erdkabel“) für die Erdverlegung dieser Leitung ein. Dabei geht es um den Schutz der Anwohner/innen in den sensiblen Gebieten, welche nahe an der Trasse liegen.

Das Vorhaben wollen Grüne und UWG erneut unterstützen und bringen in den Stadtrat im März einen Antrag ein, in dem sich der Rat für eine Erdverkabelung aussprechen und das zuständige Unternehmen (eine Tochter von RWE) auffordern soll die neue Hochspannungsleitung unter die Erde zu verlegen.

Die Vorteile einer Erdverkabelung sind vielfältig: kein Elektrosmog und verminderte elektromagnetische Felder sind dabei ebenso ein Aspekt wie keine Leitungsgeräusche und der Schutz der Landschaft. Aber auch die Frage der Effizienzsteigerung bzw. Minderung des Energieverlustes ist ein nicht zu unterschätzendes Thema. Erhebliche Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes aufgrund geringerer Transportverluste. 10 bis 20% der eingespeisten Energie gehen bei Freileitungen auf dem Transport verloren.

Bei Rückfragen: Christian Gaumitz, Tel. 0177/7804030 oder Anja Rüdiger, Tel. 0173/5773070


Der Antrag:

An den Bürgermeister der Stadt Kaarst
Herrn Franz-Josef Moormann
Am Neumarkt 2
41564 Kaarst

28. Februar 2011


Antrag zur Sitzung des Rates am 17.03.2011 / Erdkabel


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Moormann,

die Fraktionen der Kaarster Grünen und der Kaarster UWG bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates am 17.03.2011 zu setzen:

Antrag

1. Der Stadtrat lehnt eine oberirdische 380-kV-Hochspannungsleitung auf Kaarster Stadtgebiet ab und spricht sich für eine Verlegung als Erdkabel aus.

2. Der Rat der Stadt Kaarst beauftragt die Verwaltung, die Betreibergesellschaft Amprion dahingehend aufzufordern, dass diese alternative Planungen für eine Erdverkabelung vorlegen soll.

3. Der Rat der Stadt Kaarst beauftragt die Verwaltung, sich bei der Landesregierung NRW dafür einzusetzen, dass die 380-kV-Hochspannungsleitung auf Kaarster Stadtgebiet als Erdkabel geführt wird.

Begründung

Seit einiger Zeit setzt sich in Kaarst eine Bürgerinitiative („Pro Erdkabel“) für die Verlegung der geplanten 380-kV-Leitung als Erdkabel ein. Dabei geht es um den Schutz der Anwohner/innen in den sensiblen Gebieten, welche nahe an der Trasse liegen.

Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Dörr, hat sich in der Sitzung des Kreisumweltausschusses klar für eine Erdverkabelung aus Aspekten des vorbeugenden Gesundheitsschutzes ausgesprochen, vgl. Protokoll des Planungs- und Umweltausschusses des Rhein-Kreis Neuss vom 1.6.2010, S. 5.

Die Vorteile einer Erdverkabelung sind vielfältig: kein Elektrosmog und verminderte elektromagnetische Felder sind dabei ebenso ein Aspekt wie keine Leitungsgeräusche und der Schutz der Landschaft.

Aber auch die Frage der Effizienzsteigerung bzw. Minderung des Energieverlustes ist ein nicht zu unterschätzendes Thema und damit einhergehend eine erhebliche Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes aufgrund geringerer Transportverluste. 10 bis 20% der eingespeisten Energie gehen bei Freileitungen auf dem Transport verloren.

Freundliche Grüße


Christian Gaumitz, Anja Rüdiger


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