Pressmitteilung 37/2010, 12. September 2010
„Schwarze Sheriffs“ sind da - Stadtverwaltung hält Patroullientermine unter Verschluss

„Schwarze Sheriffs“ sind da - Stadtverwaltung hält Patroullientermine unter Verschluss

Die schwarzen Sheriffs patroullieren seit dem 21. August in und um den Kaarster Stadtpark. Gezielt sollen diese in den kommenden Monaten Jugendliche kontrollieren und vermeintliche Störenfriede aus dem Stadtpark vertreiben.

Christian Gaumitz, Fraktionsvorsitzender der Kaarster Grünen erklärt dazu:

„Auf die öffentliche Anfrage der Grünen, wann mit weiteren Patroullien zu rechnen seien, antwortete der Bürgermeister, dass dies aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich bekannt gegeben werde. Gleichwohl teilte er mit, dass im Rahmen des Kaarst Total Wochenendes neben zehn Mitarbeiter/innen des Ordnungsamtes auch wieder die von der Stadt bezahlten privaten Sicherheitsdienste im Einsatz waren. Es ist ungeheuerlich, mit welchen Methoden der Bürgermeister hier agiert, jederzeit muss der unbescholtene Kaarster Bürger mit dem Auftauchen von Sicherheitsleuten rechnen, dieses Zurückhalten von Informationen passt zum schlechten Stil von schwarz-gelb. Vor allem Jugendliche werden hier kriminalisiert und pauschal als Störenfriede deklariert.

So haben CDU und FDP 10.000 Euro an Steuergeldern eingesetzt, obwohl im ursprünglichen Antrag vollmundig von drei Patroullien in der Woche die Rede war, dient das Geld jetzt unter anderem dazu den Veranstalter von Kaarst Total zu unterstützen.“

Die Grünen schlugen vor, das Geld lieber in präventive Arbeit, wie beispielsweise einen Streetworker zu investieren. Die Grünen werden in den kommenden Wochen mit einem Flugblatt die Anwohner/innen und Besucher/innen des Stadtparks über ihre Rechte aufklären, denn der rechtliche Handlungsrahmen der privaten Sicherheitsleute tendiert gegen null.

Bei Rückfragen: Christian Gaumitz, Tel. 0177/7804030


(pdf, 80 KB)


Lesen Sie hierzu auch unsere Pressemitteilung vom März 2010 hier.